Wie alles begann

Titel_Beginn-

Ein Aufbruch nach Kuba

Unsere Bildungsbrücken mit Kuba e.V. ins Leben zu rufen.

Im November 2023 reiste ich zum ersten Mal nach Kuba und

besuchte dort einen NLP- Practitioner Kurs der Akademie INTAKA, Regensburg,

die diesen Kurs in Kuba anbieten, in der Bucht von Baracoa.

Der erste Kurs der nach der Coronazeit stattfand.

Baracoa, im Südosten der Insel Kuba

Drei Wochen in Kuba, lernen am Strand, gemeinsam mit Kubanern und Kubanerinnen.

Was mich da wohl erwartet? Die Neugier stieg.

Die Kubaner können dank INTAKA und dem Akademieleiter Gerhard Gigler kostenlos an den Kursen teilnehmen. Sie erhalten auch die Seminarbücher.

Das ist eine große Chance für sie. Input von außen zu bekommen, sich dadurch langfristig auch einen Verdienst als Trainer aufbauen. Das ist einmalig.

Schon vor Corona wurden diese Kurse von der Akademie INTAKA in Kuba angeboten. Zweisprachig und immer mit deutschen und kubanischen Teilnehmenden.

Ein fröhliches Kennenlernen am ersten Seminartag.

Gemeinsam verschieden und doch miteinander in der Zusammenarbeit verbunden.

Eine wunderbare Erfahrung, mittendrin im kubanischen Leben, mit Leichtigkeit, Fröhlichkeit, Herzenswärme und Lebendigkeit.

Diese Atmosphäre ist ganz schön ansteckend 😊

Die zwei Seiten des Lebens in Kuba

Jedoch alles im Leben hat zwei Seiten!

So lernten wir deutschen Teilnehmenden auch das beschwerliche Leben der Kubaner und Kubanerinnen kennen, von der ich euch hier berichten mag.

Eine Welt, die uns die Kubaner ungern zeigen, versteckt durch ihre Lebensart, des Lächelns, Tanzen, Freude ausstrahlen, viel Herz und Menschlichkeit.

Ihr Alltag sieht leider anders aus. Für Europäer /innen unvorstellbar. Wir schauen durch verschieden Brillen und unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründen.

Alle erfahren die gleiche Wertschätzung und so können sich alle voll entfalten. Deutsch – kubanisches Miteinander. Vielfalt hat Wirkung für alle.

Doch Armut, Mangel an Möglichkeiten, nicht wie bei uns in ein Geschäft hineingehen und einkaufen, was man braucht. Das ist kaum möglich, es sei denn, man hat Verwandtschaft im Ausland, die mit Euro oder US- Dollar ihre Verwandten unterstützen.

Wir leben in Europa in Fülle und Kuba?

Der Verdienst der Kubaner ist gering, egal, ob Anwalt, Arzt, Erzieherin, Verkäuferin, oder Handwerker.

Im Durchschnitt liegt der Verdienst bei ca. 20,00 bis 30,00 Euro monatlich (24.04.2026)

Engagement trotz widriger Umstände

Kubaner, die kostenlos an den Kursen der Akademie INTAKA in Kuba teilnehmen dürfen, kommen zu Fuß oder als Mitfahrgelegenheit, stehend auf einem LKW
zum Seminarort.

Ein Fußweg kann da schon einmal zwei Stunden dauern. Alle kommen pünktlich an und freuen sich auf den Tag. Keine Klagen, wegen der langen Wege der auch bei strömenden Regen gegangen wird.

Nach einem Kurstag hatte es die ganze Nacht heftig geregnet.
Am nächsten Morgen kamen alle pünktlich, obwohl sie, wo immer sie auch wohnen, so manches Haus oder Wohnung Wassereinbruch hatte.

Eine Teilnehmerin sah sichtlich mitgenommen aus.
Sie entschuldigte sich zunächst, weil sie übermüdet sei, sie hatte die ganze Nacht Wasser und Schlamm aus dem Haus geschafft. Geputzt bis in den Morgen. Wir umarmten und getrösteten sie. Gegen eine Überschwemmung ist keiner versichert. Die Kubaner sind auf sich alleingestellt. Was für eine hohe Belastung halten diese Menschen nur aus?

Das Kinderfest / Zapani in Playa Manglito, Baracoa

Voller Vorfreude auf neue Schuhe, Schreibmaterial, Buntstifte, Rücksäcke, Kleidung, Gummibärchen und natürlich Essen und Getränke

Berührende Szenen, voller Freude und Dankbarkeit. Einige Kinder hatten für uns getanzt und ihre Mütter hatten als Geschenk Ketten und Armbänder für uns handgefertigt. Sie wollen uns gern voll Dankbarkeit etwas zurückgeben.

Wir waren ebenfalls gespannt, was uns erwartet. Wir deutschen Kursteilnehmer /innen hatten Schuhe und vieles mehr an Spenden mitgebracht. Dankbarkeit, wie gut es uns doch in Deutschland geht.

Kinder_kommen
Das Ankommen der Kinder mit ihren Müttern
Kinder_gekommen

Wie viele werden zum Kinderfest kommen?
Es waren mehr, als wir gedacht hatten. 
Das Essen wurde aufgeteilt, jeder bekam etwas.

 

Sie warteten geduldig. Manche Kinder kamen barfuß oder in abgetragenen Schuhen, manch Kind hatte Sandalen, die schon etwas zu klein waren.

Kein Elternteil, kein Kind versuchte so viel wie möglich von den mitgebrachten Sachen zu bekommen. Es war eher das Motto:
„Die anderen brauchen doch auch noch etwas.“

Bisher hatte über viele Jahre Gerhard Gigler der Akademieleiter, INTAKA, Regensburg die Kosten fürs Kinderfest und auch die kubanischen Teilnehmer/innen während der dreiwöchigen Kurszeit mit Essen und Getränke versorgt.

Ein großes Dankschön dafür!!

Dankbarkeit, wie gut es uns doch in Deutschland geht.

Der Impuls zur Vereinsgründung

Zurück nach Deutschland, die Bilder von Kuba im Kopf, Fotos ansehen, Revue passieren lassen, anderen von der Reise berichten.

Das Kinderfest und all die neuen Eindrücke der drei Wochen in Kuba,
die Wohnverhältnisse, der Mangel, der uns begegnete, ich erinnert mich daran, bei einem Ausflug nach Santiago de Cuba:

Eine alte Frau lief mit einem Eimer in der Hand durch die Straßen und bat um Essen. Egal was es war, alles kam in diesen Eimer. Hauptsache etwas zu essen.

Das alles zu erleben, es war sehr berührend und das macht was mit uns.

Ein neuer Blick auf die Welt.

Wir waren uns einig, da muss es doch noch mehr Hilfe geben?

Im Januar 2024 richtete Gerhard eine WhatsApp -Gruppe ein. Nachrichten gingen hin und her. Schließlich kamen wir aus unterschiedlichen Bundesländern.

Wir bauen Brücken mit Kuba!

Unsere Vorbereitungen begannen, der Plan 2025, gehen wir mit dem Verein an den Start.

Doch es kam anders als man denkt.

photo-1520857014576-2c4f4c972b57.jpeg

Schnelles Handeln in der Krise

 

Die Situation in Kuba im Herbst 2024 spitzte sich zu. Uns war klar, wir wollen helfen. Totalausfall der Stromversorgung und Starkregen. Nichts zu essen. Furchtbar!

Wir konnten nicht mehr länger warten, jetzt muss es schnell gehen, damit die Menschen in Playa Manglito, Baracoa unsere Unterstützung bekommen.

Am Sonntag, 20.10.2024 war es soweit – Gründungsversammlung der Bildungsbrücken mit Kuba e.V.

Wenige Wochen später reisten ich mit einer Freundin nach Kuba, im Gepäck nicht nur Schuhe, sondern Spendengelder meiner Geburtstagsfeier. Außerdem ging ich in Vorleistung, denn wir hatten auf Grund der Reise noch kein Konto einrichten können.

Aber wir mussten handeln.

Seitdem, und jetzt natürlich mit einem Bildungsbrücken-Konto, versorgen wir nicht nur Teilnehmende der Seminare, mit Nahrung, Getränken und Schreibmaterial für die Seminare, sondern unterstützen unterschiedliche Projekte.

Ein Projekt Universität in Baracoa (fehlende Materialien)

Ein Projekt Zapani, Kinderfest (Schuhe, Schulmaterial, Essen, Getränke)

Ein Projekt Soforthilfe bei Hurrikans, Stromausfall und anderen Katastrophen.

      Versorgung mit Lebensmittel, Getränke, Medikamente und, Hygieneartikel,

      vieles mehr. Es gibt nichts, was man in Kuba nicht braucht.

Wir machen weiter,

in der Hoffnung zum Besseren!

Regina Raubusch

  1. Vorsitzende
Bild von Regina Raubusch

Regina Raubusch

Verbindungen schaffen zwischen Menschen hat eine hohe Bedeutung und das ist entscheidend für unser aller Gesundheit und unsere soziale Interaktion. Das fördert die Zusammenarbeit und das Gefühl der Zugehörigkeit. Vertrauen schaffen. Miteinander lernen, kultureller Austausch Unterstützung und Hilfe bieten, sowohl mit Lern und Lehrmaterial als auch die Hilfen, die oftmals erst vor Ort sichtbar werden und wir Ausgleich schaffen.

Werden Sie Mitglied und helfen aktiv mit.