Die Geschichte hinter den
Bildungsbrücken mit Kuba e. V.
Die Ursprünge: Hurrikans im Jahr 2008 und erste Hilfsaktionen
Seit Herbst 2008 ist die Integrative Akademie für Bildung und Coaching (INTAKA) mit unterschiedlichen Projekten auf Kuba tätig. Auslöser waren zwei Hurricans im August 2008 (Gustav und Ike), die damals die Isla de la Juventud verwüstet haben. Von dieser Insel stammt Felix Duran Rodriguez, der damals bereits ein Teil des INTAKA-Teams war. Die Familie von Felix war betroffen. Ihre Häuser waren zerstört und sie hatten quasi nichts mehr.
Aus einem NLP-Master-Kurs kam die Initiative für das erste Hilfsprojekt. INTAKA sammelte mit unterschiedlichen Aktionen der Kunden und aus dem Team damals über 15.000 € mit denen vor Ort erste Hilfe geleistet werden konnte (Lebensmittel, Kleidung und Dinge für den alltäglichen Gebrauch) und dann auch 50 Familien in Nueva Gerona beim Aufbau ihrer Wohnungen unterstützt werden konnten.
Christine Seufert, als die Verantwortliche von INTAKA, hatte Kontakt mit den offiziellen Hilfswerken, die international tätig sind. Von allen kam die gleiche Nachricht: Unterstützt selbst, wenn ihr Kontakte nach Kuba habt. Das ist das Geld, das ankommt.
Gerhard Gigler, der Akademieleiter, war dann am 3. Oktober 2008 zum Fest der deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft in Havanna eingeladen. Aus den vielfältigen Gesprächen dort ist die Idee entstanden, das erste Hilfsprojekt auszuweiten: Nicht nur die notwendigen Dinge zum Leben (mitzu-) finanzieren, sondern auch für kubanische Professionals kostenfrei Kurse anzubieten.
INTAKA-Caribbean-Center: Das Drei-Säulen-Modell entsteht
Ferienkurse im Ausland gab es zu diesem Zeitpunkt bei INTAKA schon lange. Und so ist die Idee
im Team weitergereift: Warum nicht auch Kurse in Kuba? 2010 und 2011 wurden die ersten Kurse angeboten, die aber noch nicht funktioniert haben. Aber die Idee war geboren, die weitergeführt wurde ab 2012 im Bau des INTAKA-Caribbean-Centers am Playa Manglito in der Nähe von Baracoa im Osten Kubas, dem ursprünglichsten Teil Kubas. Und dieses Projekt verbindet drei Ideen – ein dreifaches WIN. Zum einen: INTAKA bietet den Menschen dort in der Region Arbeit, indem sie im INTAKA-Caribbean-Center Arbeit finden können, beim Bau, im und ums Haus, zum
Vorbereiten der Seminare, im Hotel und im Restaurant. Zum anderen: Kubanische Teilnehmer*innen können kostenfrei NLP- und Coaching-Ausbildungen machen zusammen mit deutschen Teilnehmer*innen, für die INTAKA als drittes einen Ort geschaffen hat, an dem Seminare besonders sind. So haben die Hilfsprojekte seit 2013 quasi 3 Säulen:
- Arbeit für die Menschen vor Ort
- Kostenfreie Teilnahme von kubanischen Professionals
an NLP- und Coaching-Ausbildungen - Soforthilfe in Krisensituationen
Chronik der Unterstützung: Naturkatastrophen und Kinderfeste
2014 gab es zum ersten Mal die Idee, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, wofür damals die
Zeit noch nicht reif war. 2016 traf wieder ein Hurrican die Region um den Playa Manglito und Yumuri sowie Baracoa. Es war unfassbar viel zerstört von Hurrican Matthew worden. Damals hat INTAKA wieder ein Hilfsprojekt gest
Auch damals konnte INTAKA beim Wiederaufbau unterstützen mit unterschiedlichen Aktionen.
T-Shirt-Verkauf, Spendenaktionen und vieles andere mehr. 2024 dann Oscar, 2025 Melissa. Das Team von INTAKA hat jedes Mal wieder Hilfsprojekte gestartet und unterstützt, oftmals in Kooperation mit Pfarreien. 2023 hat INTAKA zusammen mit den Verantwortlichen und den Teilnehmer*innen am NLP-Pracititioner-Kurs am Playa-Manglito das erste „Zapani“ (Zapatos para ninos) gefeiert: ein Kinderfest, an dem jedes Kind ein paar Schuhe, Kleidung und auch
etwas zu essen bekam.
Erste Schritte und die Vereinsmission
Ab Anfang 2024 haben wir alle die Gründung des Vereins vorbereitet. Im Oktober 2024 haben die
Teilnehmer*innen von 2023 zusammen mit den Verantwortlichen von INTAKA den gemeinnützigen Verein „Bildungsbrücken mit Kuba e. V.“ gegründet. Gemeinnützig ausgerichtet, um vor Ort im Osten Kubas unterschiedliche Projekte rund um Bildung und auch um Soforthilfe zu unterstützen. So tun wir dies auch jetzt in der aktuellen Krisensituation, indem wir Lebensmittel finanziert haben, die vor Ort an die Menschen verteilt werden, denen gerade das Nötigste zum Leben fehlt und versuchen, den Alltag für die Menschen am Playa Manglito zu erleichtern – auch mit anderen Hilfen.
Vereinsgründung
Vorgezogener Start durch akute Nothilfe
Ab Anfang 2024 haben wir (die Teilnehmer*innen von 2023 zusammen mit den Verantwortlichen von INTAKA) die Gründung des Vereins vorbereitet. Geplant war die Vereinsgründung Anfang 2025. Die Vereinsgründung habe wir dann auf Oktober 2024 vorgezogen und den gemeinnützigen Verein „Bildungsbrücken mit Kuba e. V.“ gegründet. Vorgezogen haben wir die Vereinsgründung weil der Hurrikan Oscar im Oktober 2024 genau über die Region um den Playa Manglito und Baracoa an Land gegangen ist und viele Häuser zerstört, Bäume und Pflanzen entwurzelt hat und die Not in diesem Gebiet groß war. Wir wollten gleich Soforthilfe leisten. Deshalb haben wir bereits im Oktober gegründet.
Nachhaltiges Engagement und Ausblick
Gemeinnützig ausgerichtet ist unser Verein, um vor Ort im Osten Kubas unterschiedliche
Projekte rund um Bildung und auch um Soforthilfe zu unterstützen. Wir haben ab Oktober 2024 Soforthilfe geleistet, beim Hurrikan Melissa 2025 wieder. Da die humanitäre Situation in Kuba sich seit vielen Monaten massiv verschlechtert hat, leisten wir seit Monaten Soforthilfe. Und tun dies auch weiter der aktuellen Krisensituation, indem wir Lebensmittel sowie Medikamente finanziert
haben, die vor Ort an die Menschen verteilt werden, denen gerade das Nötigste zum Leben fehlt und versuchen, den Alltag für die Menschen am Playa Manglito zu erleichtern – auch mit anderen Hilfen. Neben der Soforthilfe unterstützen wir auch weitere Projekte, die Sie auf unserer Website finden.
Christine Seufert
fühlt sich schon viele Jahre Kuba verbunden und unterstützt seit 2008 mit tiefer Verbundenheit zu den Menschen vor Ort Hilfsprojekte, ist als Lehrtrainerin und Lehrcoach in den Kursen dabei und fühlt sich in Kuba ein Stückchen zu Hause. Die Lebensweise und Haltung zum Miteinander, die sie in Kuba erlebt, fasziniert und genießt sie. So kann Kontakt eben auch gehen – und das auf Augenhöhe und viel Respekt voreinander.